
Sinfoniekonzert
„Kampflied und Siegeshymne“ nannte Jean Sibelius seine Tondichtung „Finlandia“, das Werk, das seinen Namen über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus bekannt machte und bis heute seine wohl populärste Komposition ist. Anlass zur Entstehung bildete eines jener „Feste für den Pensionsfonds der Journalisten“, eine der Veranstaltungen, die, ungeachtet ihres eher harmlosen Mottos, im Zuge der finnischen Unabhängigkeitsbestrebungen gegenüber Russland durchgeführt wurden. Das Werk etablierte sich sofort als Dokument des finnischen Nationalbewusstseins.
Sorgenkind unter seinen Werken war „El amor brujo“, das er 1915 als Zigeunerstück im Flamencostil herausbrachte. Diese Urfassung für eine Flamencotänzerin, einen Sänger und wenige Instrumente fiel in Madrid durch. Auch die sinfonische Suite, in die er das Stück 1916 verwandelte, fand keine geteilte Zustimmung. Erst als de Falla diese Suite zehn Jahre später zu einem einaktigen Ballett umarbeitete und in den USA vorstellte, wurde es zum Welterfolg.
Mit seiner Musik zum Ballett „Der Feuervogel“ wurde der junge Igor Strawinsky als 27-jähriger Komponist schlagartig international bekannt. Die Uraufführung des „Feuervogels“ in Paris 1910 sollte den Anfang einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem in Paris wirkenden Sergej Diaghilew und seinen Ballets russes markieren.
Programm u.a.:
Jean Sibelius: Sinfonische Dichtung „Finlandia“ op. 26
Manuel de Falla: „Danza ritual del Fuego“ (ritueller Feuertanz); Suite aus dem Ballett „El amor brujo“
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 59 A-Dur „Feuersinfonie“ Hoboken-Verzeichnis I:59
Igor Strawinsky: Suite aus dem Ballett „Der Feuervogel“
Musikalische Leitung: Srba Dinić
Konzerteinführung: 19.15 Uhr, Großer Saal (Martin Weller)
