
Tanzstück von Gregor Zöllig, Musik von Sergei Prokofjew, ab 14 Jahren
Zwei junge Menschen lieben einander kompromisslos – in einer Welt, die von Feindschaft und Macht geprägt ist. Sergei Prokofjews Komposition »Romeo und Julia« erzählt Shakespeares berühmte Tragödie in einer Musik von überwältigender Dringlichkeit: zärtlich und brutal, ironisch und erschütternd zugleich. Prokofjews Partitur macht hörbar, was auch heute vertraut klingt: gesellschaftliche Fronten, eskalierende Konflikte, der Wunsch nach Nähe inmitten von Gewalt und Ausgrenzung. Liebe wird hier nicht zur privaten Angelegenheit, sondern zur Provokation – und zur existenziellen Entscheidung. »Romeo und Julia« ist damit weit mehr als ein klassischer Stoff. Das Werk stellt aktuelle Fragen: Wie entstehen unversöhnliche Gegensätze? Welche Verantwortung trägt das Individuum in einer polarisierten Gesellschaft? Und was kostet es, sich gegen vorgegebene Ordnungen zu stellen?
Gregor Zöllig choreografiert dieses zeitlose Drama über Liebe, Hass und die Zerbrechlichkeit menschlicher Utopien zu einer der eindringlichsten Musiken des 20. Jahrhunderts.
Musikalische Leitung: David Niemann
Inszenierung: Gregor Zöllig
Choreografie: Gregor Zöllig
Bühne: Hank Irwin Kittel
Kostüme: Imme Kachel
Dramaturgie: Ira Goldbecher
