
Musikalischer Glanz aus Filmklassikern
Die Tonfilme der 1917 in Berlin gegründeten Universum Film AG, kurz UFA, und ihre schillernden Stars haben eine ganze Epoche geprägt. Eine fröhliche und staatlich geförderte Kunst, die in den 30er und 40er Jahren boomte. Zeitweise war die UFA das produktivste Studio der deutschen Filmbranche und geriet 1933 nach der Machtübernahme der Nazis unter die Kontrolle von Joseph Goebbels und seinem „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“. Die UFA produzierte in der Zeit des Nationalsozialismus vor allem unpolitische Musik-, Operetten- und Revuefilme mit den Stars dieser Zeit: Lilian Harvey, Willy Fritsch, Marika Rökk, Johannes Heesters, Hans Albers, Ilse Werner und Zarah Leander boten dem Kinopublikum der 30er und 40er Jahre Glanz und Glamour. Sie ließen die Menschen ihre in Krieg und Trümmern zerfallende Welt für wenige Stunden vergessen. Aber wie passt das zusammen? Kann echte Musik und Kunst unter Zensur entstehen? Kann auch Unterhaltung ideologisch aufgeladen sein? Manche dieser Künstlerinnen und Künstler versuchten zu den Nazis Distanz zu wahren, andere haben sich arrangiert. Was bleibt, ist die Musik: Die Filme der UFA mögen teilweise längst vergessen sein, aber die Lieder aus den UFA-Musikfilmen haben nichts von ihrem Glanz verloren und bleiben sehr beliebt. Seien Sie willkommen im Salon von Zarah Leander! Die Französin Marie Giroux, der Kanadier Joseph Schnurr und ihre Begleiterin Jenny Schäuffelen haben eine charmante und nostalgische Musikrevue der UFA-Ära zusammengestellt und zeichnen das Porträt einer zwiespältigen Epoche.
Produktion: Ensemble Pariser Flair
Mit: Marie Giroux (Mezzosopran & Querflöte), Joseph Schnurr (Tenor & Gitarre), Jenny Schäuffelen (Klavier & Akkordeon)
